Theaterstück: Zu lieben

zu lieben theaterstück Licht

Was bedeutet es, zu lieben?

Dieser Frage haben wir unser Weihnachts‑Theaterstück 2019 gewidmet. Ist zu lieben ein Gefühl oder doch eher eine Aktivität? Kann man nur Wesen und Situationen lieben, die man mag oder gut findet? Oder hat zu lieben vielleicht doch eine ganz andere Bedeutung?

Inspirieren ließen wir uns dabei von der Figur Jesus – die man sich auch sehr unvoreingenommen anschauen kann, unabhängig von der eigenen Glaubensrichtung. Ich stöberte darum neugierig durch seine biblische Biographie, um diese Figur etwas besser kennenzulernen. Und falls du gerade keine Lust hast, das alles nachzulesen, kein Problem – wir haben extra für dich an der Uhr gedreht und eine kleine Zeitreise vorbereitet, die Jesu Leben in vier Minuten für dich zusammenfasst.

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Lieben was ist

Ich liebe dich genau so, wie du bist

Worte, die ich mal so für dich hingeschrieben habe.
Worte, die ich genau so gemeint habe.
Worte, die jetzt unerträglich scheinen.

Und dabei habe ich schon von Anfang an gedacht, ich mache mir keine Erwartungen. Ich will dich in keine Form reinpressen, nicht mal in Gedanken, nicht in irgendwelche Hoffnungen oder Zukunftswünsche, selbst wenn ich vielleicht insgeheim welche für dich hätte. Weil ich dich einfach genau so lieben wollte, von Anfang an, genau so wie du bist, ohne mir irgendwas für dich vorher auszudenken, wie du sein könntest. „Lieben was ist“ weiterlesen

Von Wespen, ungehörten Bedürfnissen und Andersdenkenden

BlauWespen1Was tut man, wenn man Unerwünschte nicht loswird?
Man freundet sich damit an.

Zugegeben: Dass sich jedes Jahr aufs Neue eine Wespenfamilie auf meinem Balkon einnistet, macht mich nicht unbedingt glücklich. Wenn im Sommer alle Fenster und Türen geöffnet sind, habe ich in der Regel permanent welche in der Wohnung herumschwirren. Da Wespen nützliche und wichtige Tiere sind (und weil sie einfach Tiere sind …), habe ich mich dennoch immer mit der Koexistenz begnügt. „Von Wespen, ungehörten Bedürfnissen und Andersdenkenden“ weiterlesen

Kurzgeschichte: Himmelsrichtungen des Herzens

tanzen schweiz berg

Wie kommt man dazu, im ersten Pärchenurlaub jemand anderen zu küssen?

Tja. Wir schaffens zwar bis zum Mond, aber scheitern hinreißend an dem Menschen, der nachts neben uns liegt. Fegen manchmal übereinander hinweg wie ein Sommergewitter in den Bergen. Finden uns im Gleichklang des Atems wieder, sprechen wahr und verletzlich. Machen uns nackt und breiten die Arme zu Schmetterlingsflügeln aus. So menschlich – so makellos.

Der Titel dieser Kurzgeschichte ist kitschig und der Rest wird nicht besser! Ich mag sie trotzdem. Oder gerade deswegen. Ein paar Worte über den Schatz, den die Unterschiedlichkeit birgt.

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Theaterszene: Von der Freiheit des Zwischenraums

maxi janina theaterDas menschliche Dasein ist für den Verstand nicht zu begreifen, nicht letztendlich. Und das Leben innerhalb der Gegensätze birgt eine Menge unangenehmer Widersprüchlichkeiten.

Da wünscht man sich schnell mal, das Gedingse mit den sich ständig wandelnden Formen zu vergessen, den engstirnigen Verstand irgendwo abgeben zu können und in die grenzenlose Einheit abzutauchen.
Aber die duale Welt ermöglicht uns eine gewisse Form der Freiheit auch erst: Die Freiheit ZU etwas.
Wir können uns innerhalb der Polarität bewegen. Wir können wählen und dadurch erfahren.

Und ich habe mich gefragt, was wohl die Dualität selbst zu dem ganzen Thema sagen würde? Was können uns die Gegensätze über das Dilemma offenbaren, in dem auch sie dadurch feststecken?
Aber seht und hört selbst, wenn Schwarz und Weiß erzählen:

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Video: In der Einheit meiner Empfindungen

Heute gibt’s ein Video, das ich in Anlehnung an den Roman „Bis zum Hals“. gedreht habe. Denn im Buch wird die Hauptfigur Paula wird auf eine Art und Weise mit sich selbst konfrontiert, die nicht immer einfach für sie ist. Und um sie ein bisschen zu unterstützen, und euch vielleicht einen Impuls dazulassen, habe ich folgendes zusammengebastelt:

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Blödsinn

Blödelei für Jonas.
In jedweder Hinsicht.

Blödsinn ist das halbe Leben, wenn die andere Hälfte aus Unsinn besteht. Manchmal beschleicht mich auch der Wahnsinn, aber der weigert sich, prozentual ausgedrückt zu werden. Er nistet lieber zwischen den Lücken der grauen Zellen und brütet eine Schnapsidee nach der anderen aus.
Aber ist das schon Blödsinn, „Blödsinn“ weiterlesen

Von der Wunderkerze zur Selbstheirat

Wunderkerze SelbstheiratDie verblüffende Wirkung einer Sekunde
In meinem Bücherregal steht schon eine Weile Heirate dich selbst von Veit Lindau. Es ist auch schon oft gelesen und durchgeblättert worden und die ein oder andere Übung umgesetzt. Alles so ein bisschen halbherzig.

Und dann plötzlich – der Sekundenzeiger sprang nur einen Zentimeter weiter,
war es 2016.

Ich stehe um Mitternacht auf einem x-beliebigen Hügelchen in Stuttgart, um mich herum ein paar liebe Menschen und die Glocken schlagen dreiz- nein, zwölf Uhr.
Die vorher schwarze Nacht beginnt im Feuerwerksgewitter bunt zu leuchten.
Ich fühle mich nicht sonderlich inspiriert, mehr traurig (weil ich mich noch an einem Stück Vergangenheit festhalte). Mein Blick wurschtelt sich so über den Himmel und sammelt dort einige leuchtende Raketengebilde ein. Die werden vom Gehirn genau eine halbe Sekunde lang gespeichert und anschließend schon wieder vergessen. Mir ist kalt. Hier stinkts. Scheiß Feuerwerk. Irgendwo grölen Leute.
Neben uns steht eine Gruppe Menschen, ich beobachte ein Mädchen dabei, wie sie Wunderkerzen verteilt. Ein jäher Impuls trägt meine Füße zu ihr herüber und fragt sie, ob ich auch eine haben kann. Mit einem Strahlen im Gesicht sagt sie: „Von der Wunderkerze zur Selbstheirat“ weiterlesen

Hallo Schmerz!

Ein kleiner Ausflug in drei Teilen

PART 1

Oh – Hallo, Schmerz.

Da bist du ja wieder. Lange nicht gesehen, was. Hahaha, schön wärs.
Oftmals begrabe ich dich erfolgreich unter einer Schlammschicht aus Zucker mit Aktivitäten aller Art gemischt. Zucker und Aktivitäten zum Frühstück, zum Mittagessen und abends vielleicht eine Portion hausgemachten Stress dazu.
Oh! Ich liebe ja Stress! Da fühlt man sich zwar mega gestresst und das ist auch eklig, aber – aber um Gottes Willen, ich muss dich dann nicht fühlen!

Lieber Schmerz, es ist eigentlich schrecklich faszinierend, wann du genau an die Oberfläche dringst.
Völlig unschuldig scrolle ich die Facebookseite entlang, mein Kopf wabert in einem Zerstreuungsnebel und BÄÄM! „Hallo Schmerz!“ weiterlesen